© Kim Hübner

Aufnahmeort und Aufnahmejahr


Chitwan National Park im Terrai, Nepal, 1988


Bilderläuterung / Image description

Der Chitwan Nationalpark, Nepals ältester Nationalpark, erstreckt sich im Terai, dem sanft abfallenden Vorland des Himalayas. Sein vorrangiges Schutzziel ist die Nashornpopulation, die sich im Rahmen von Jungle Walks und Elephant-Trips beobachten lässt.
An unserem zweiten Morgen brachen wir in aller Frühe zu einem solchen Elefantenritt auf. Durch den noch in Nebel gehüllten Salwald ritten wir dem Sonnenaufgang entgegen. Über dem mannshohen Bodendickicht schwebte der Morgennebel wie ein Schleier. Welch eine faszinierende Szene in diesem frühlingshaften, noch blätterlosen Wald! Die skurrilen Bäume wirkten in dieser Atmosphäre geradezu gespenstisch. Verstärkt wurde dieser Eindruck noch durch die durchdringenden Rufe der Pfaue, die den Morgen durchdrangen. Der erhöhte Blickwinkel vom Rücken des Elefanten verlieh dieser Szenerie einen ganz besonderen Reiz.
Mir selbst wurde der Aufenthalt im Chitwan National Park etwas getrübt. Während der Busfahrt von Kathmandu hatte ich mir ungebetene und unliebsame Gäste in Form von Läusen eingefangen, die mein Wohlbefinden erheblich beeinträchtigten. Unmittelbar nach dem Pashupatinath-Fest waren wir von Katmandu nach Chitwan gefahren. Der Bus war überfüllt mit Menschen aus dem Flachland Indiens, denen die kurvenreiche Strecke, vielleicht auch aufgrund des Konsums von Drogen, sichtlich zu schaffen machte. Einer Frau, der es besonders schlecht ging, erlaubte ich, ihren Kopf auf meinem Bein abzulegen, während sie sich unaufhörlich übergeben musste. Tja, und da sind wohl die Läuse gewandert. Bad Luck.


Sunrise in Sal Forest


Chitwan National Park in the Terai, Nepal, 1988

Chitwan National Park, Nepal’s oldest national park, lies in the Terai, the gently sloping foothills of the Himalayas. Its primary conservation focus is the rhino population, which can be observed on jungle walks and elephant treks.
On our second morning, we set off very early for one such elephant ride. We rode through the sal forest, still shrouded in mist, towards the sunrise. The morning mist hovered like a veil over the man-high undergrowth. What a fascinating scene in this spring-like, still leafless forest! The bizarre trees looked almost ghostly in this atmosphere. This impression was further heightened by the piercing cries of the peacocks that filled the morning air. The elevated vantage point from the elephant’s back lent this scene a very special charm.

My stay in Chitwan National Park was somewhat marred. During the bus journey from Kathmandu, I had picked up some uninvited and unwelcome guests in the form of lice, which significantly affected my well-being. We had travelled from Kathmandu to Chitwan immediately after the Pashupatinath Festival. The bus was packed with people from the Indian plains, who were clearly struggling with the winding route, perhaps partly due to the consumption of drugs. I allowed one woman, who was feeling particularly unwell, to rest her head on my leg whilst she was vomiting incessantly. Well, that’s probably where the lice came from. Bad luck.